In der dunklen und kalten Jahreszeit sollten Hausbesitzer einige wichtige Faktoren beachten – so lässt sich einiges an Geld sparen und für ausreichend Sicherheit sorgen. Vor allem Letzteres ist wichtig, denn „schon kleine Unachtsamkeiten können negative Folgen haben“, wie Sun Jensch, Bundesgeschäftsführerin des Immobilienverbands IVD, betont. Der Verband hat vier nützliche Tipps für die Wintersaison zusammengestellt, mit denen Eigenheimbesitzer auf der sicheren Seite sind – und Heizkosten sparen können.

Tipp 1: Check der Heizungsanlage

Wenn die Temperaturen draußen sinken, kommt es mehr als sonst darauf an, effektiv zu heizen. Dafür reicht es nicht aus, die Zimmertemperatur per Thermostat in den einzelnen Räumen möglichst effizient zu steuern. Wichtig sind auch die richtige Einstellung des Heizbrenners und die Wartung des Heizkessels. Diese sollte nach Empfehlung des IVD durch einen Techniker erfolgen, kleinere Arbeiten können Hauseigentümer bei entsprechender Fachkenntnis auch selbst durchführen – etwa die Entlüftung der Heizkörper. Nach dieser einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahme sollte nicht versäumt werden, den Wasserstand der Heizungsanlage zu prüfen und gegebenenfalls Wasser nachzufüllen. Vor allzu viel Sparwillen rät der IVD allerdings ab: So sei es zwar sinnvoll, die Heizkörper vor dem Verlassen des Hauses herunter zu regeln, doch ganz ausschalten sollte man die Heizkörper nicht. Der Grund: Dann könnten Heizungsrohre schlimmstenfalls einfrieren. Laut IVD ist es daher günstiger, die Temperatur lediglich auf die niedrigste Stufe zu reduzieren.

Tipp 2: Für optimales Raumklima sorgen

Auch wenn ein Haus – insbesondere Fenster und Türen – gut gedämmt ist, sollten Eigentümer auf eine optimale Heizung und Belüftung achten. Für beheizte Wohnräume ist laut IVD eine Temperatur von 18 bis 21 Grad empfehlenswert, in Schlafräumen kann es auch kühler sein. Der Verband weist außerdem darauf hin, dass ein Auskühlen der Räume verhindert werden sollte. Andernfalls könnte die Entstehung von Kältebrücken an den nach außen gelegenen Wänden, Decken, Türen und Fensterlaibungen begünstigt werden. Damit für eine optimale Luftzirkulation gesorgt ist, sollten die Heizkörper nicht durch Möbel verstellt oder durch Vorhänge verdeckt werden. Beides würde dazu beitragen, dass sich die warme Luft kaum im Raum verteilt und trotz hoher Heiztemperatur keine angenehme Raumtemperatur erreicht wird.

Wichtig sei auch das Lüften, betont der IVD. Ansonsten würde sich durch die zumeist geschlossenen Türen und Fenster zu viel Feuchtigkeit in den Räumen ansammeln. Diese resultiert unter anderem daraus, dass die Bewohner duschen, schwitzen und atmen. Der Verband verweist auf die Empfehlung des Bundesumweltamtes, mehrmals am Tag die Raumluft durch Lüften auszutauschen. Dafür sei es ausreichend, die Fenster zwei- bis dreimal täglich für fünf bis zehn Minuten für eine Stoßlüftung zu öffnen. Nicht empfehlenswert sei es hingegen, die Fenster längere Zeit gekippt zu öffnen. Der Grund: Fenster- und Türlaibungen kühlen dann aus, was zu einem schleichenden Wärmeverlust führt. Auch sollte zum Lüften nicht einfach die Tür zu einem kälteren Nachbarzimmer geöffnet werden. Es würde lediglich über die warme Luft Feuchtigkeit ins Zimmer transportiert, die an den kalten Wänden kondensieren und langfristig Schimmel begünstigen würde, warnt der IVD.

Tipp 3: Winterdienst nicht vergessen!

Im Winter ist das Thema Verkehrssicherungspflicht – Stichwort Schneebeseitigung – für Hausbesitzer besonders wichtig. Nach den Satzungen der Städte und Gemeinden ist der Anlieger für die Sicherung der Gehwege zuständig. Details können Hausbesitzer bei den Kommunen erfragen, um auf der sicheren Seite zu sein. Sie könnten beispielsweise dazu Auskunft geben, in welcher Breite die Wege gesichert werden müssen. Die Pflicht zur Schneebeseitigung und zum Streuen mit Granulat oder Sand gilt laut IVD werktags – Samstag eingeschlossen – von 7 bis 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr. Schneit es über den Tag verteilt mehrfach, muss der Eigentümer ebenfalls mehrmals räumen.

Tipp 4: Kaminöfen durch Profis installieren lassen

Wer in der kalten Jahreszeit mit dem Gedanken spielt, sich einen Kaminofen zuzulegen, sollte laut IVD lieber auf die Installation durch einen Fachbetrieb setzen als selbst Hand anzulegen. Ansprechpartner hierfür sei der zuständige Schornsteinfeger. Er könne Auskunft darüber geben, welche Modelle für die Räume geeignet seien und was beachtet werden müsse. So ist es beispielsweise verboten, einen Kaminofen auf Parkett zu installieren. Hierfür ist eine Sicherheitsplatte aus Glas oder Stahl erforderlich. Für den Aufbau eines Kaminofens ist ohnehin eine Genehmigung durch den Schornsteinfeger erforderlich. Wer diese nicht einholt, riskiert im Brandfall den Versicherungsschutz.